Wer wir sind

Wer wir sind

Die Jungen Grünen sind die größte von ehrenamtlichen Aktivist*innen getragene Organisation innerhalb der Grünen Bewegung in Österreich. Die Jungen Grünen verstehen sich ausdrücklich als linke Organisation.

Wir wollen Gesellschaft verändern, indem wir so viele Menschen wie möglich motivieren, selber politisch aktiv zu werden für die Welt, in der sie leben wollen. Gemeinsam organisieren wir vielfältige Veranstaltungen in der politischen Bildungsarbeit, von Vorträgen über Filmabende zu Camps und Kongressen. Wir setzen uns aktiv für eine bessere Gesellschaft ein mit Kampagnen, Aktionen und lokalem Organisationsaufbau.

Seit Beginn der grünen Bewegung wurden zahlreiche Erfolge erzielt, aber auch viele Fehler gemacht. Veränderung ist nur möglich, wenn wir verstehen, dass Dinge immer eine Geschichte, Gegenwart und Zukunft haben. Darum ist es für uns zentral, aus den Fehlern der Grünen Geschichte zu lernen. Wir beziehen uns auf den Grünen Gründungsgedanken eines demokratischen Aufbruchs. Wir wollen aber nicht die Irrtümer der Partei wiederholen. Die Partei wurde aufgrund mangelnder Analyse von jenen Strukturen und Institutionen aufgefressen, die sie zuvor naiv abgelehnt hatte. Sie ist Teil des Parteiensystems geworden, das sie kritisiert hatte.

Die Arme der Parteien reichen gerade in Österreich in alle Ebenen der Gesellschaft. Deshalb macht es Sinn, sich auch innerhalb von Parteien zu betätigen. So können wir Menschen dazu befähigen, sich politisch zu bilden und demokratisch zu organisieren. Der Aufbau einer starken und politisch schlagkräftigen Organisation steht für uns im Vordergrund. Das Parlament ist nur eines von vielen notwendigen Kampffeldern. Denn Gesellschaft kann sich nur verändern, wenn viele Menschen in allen Bereichen der Gesellschaft aktiv werden.

Die Jungen Grünen unterscheidet von vielen anderen, dass wir keine selbstbezogene Sandkastenrebellion üben. Die ständige identitäre Beschäftigung mit der eigenen Partei sehen wir als  Scheitern. Es geht darum, eigenständig Themen zu setzen und Gesellschaft zu beeinflussen, Dynamiken zu entwickeln und Organisation aufzubauen. Politik soll keine Jugendsünde sein. Unser Ziel ist es nicht, möglichst viele Menschen in die Partei zu bringen. Wir wollen, dass möglichst viele Menschen auch nach ihrer Zeit bei den Jungen Grünen auf allen Ebenen der Gesellschaft für Veränderung kämpfen.

Unsere Gesellschaft wäre heute mehr denn je in der Lage, allen Menschen ein gutes Leben zu ermöglichen. Dennoch leiden wir unter der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen und menschenfeindlichen Ideologien, die unsere Freiheiten einschränken. Der enorme Reichtum dieser Gesellschaft wird nicht eingesetzt, um die Welt zu verbessern. Stattdessen herrscht das kapitalistische Streben nach Profit, das den Menschen schadet, das tötet und zerstört.

Der Weg zu einer vernünftigen und solidarischen Gesellschaft ist geprägt von Kämpfen, im Großen wie im Kleinen. Wir versuchen, das Schlimmste zu verhindern und gegen Sexismus, Antisemitismus, Rassismus, Nationalismus und Homo- und Transphobie zu kämpfen. Gleichzeitig wollen wir nicht die Notwendigkeit der Überwindung des Kapitalismus aus den Augen verlieren.

Stark sind wir nur dort, wo wir Wurzeln schlagen. Dort, wo wir uns vor Ort in den Auseinandersetzungen des Alltags engagieren. Wir wollen Menschen wieder für Politik begeistern, für die Perspektive einer solidarischen und demokratischen Gesellschaft. Täglich lernen wir, uns mit vielen anderen Menschen zu organisieren und uns für gemeinsame Ziele einzusetzen. Gemeinsam wollen wir als Junge Grüne für ein freies und selbstbestimmtes Leben kämpfen – und das für alle.

Selbstverständnis beschlossen am 24.4.2016

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