Wien: Lesekreis „Geschichte verstehen – Zukunft verändern” 4. Einheit

Der Lesekreis im Überblick

Stürmische Zeiten stehen bevor. Weltweit versinken etablierte Cliquen und Parteien in Bedeutungslosigkeit, während andere förmlich an die Macht katapultiert werden. Scheinbare Selbstverständlichkeiten wie die Sozialpartnerschaft, der freie Hochschulzugang oder das soziale Auffangnetz beginnen zu bröckeln. Bislang konnte aus diesen Entwicklungen nur die Rechte nachhaltig Profit schlagen. In diesen Zeiten scheint es oft, als wäre die Geschichte mit ihren Kämpfen für eine bessere Welt ewig weit entfernt und als ließen sich aus der politischen Theorie der Vergangenheit heute keine praktischen Konsequenzen mehr ziehen. Die Geschichte zu studieren, um die Gegenwart zu verändern, wirkt aussichtslos.

WO: Drechslergasse 42, 1140 Wien
WANN: Dienstag, 19. Dezember, 18:30 bis 21:00 Uhr

Texte
SPD – Godesberger Programm (1959)
Max Horkheimer – Autoritärer Staat (1940/42)

Im Lesekreis wollen wir uns mit der Frage auseinandersetzen, was die Geschichte linker Politik für uns bedeutet. Wir möchten die Unterschiede zwischen der politischen Situation der Vergangenheit und heute aufspüren. Wir wollen uns aber auch mit den politischen Kontinuitäten beschäftigen: Was sind die Debatten und Probleme, mit denen die Linke wie in einem Hamsterrad schier endlos konfrontiert ist, ohne dass sich die Möglichkeit eines Ausbruches abzeichnet?
Bei alldem steht die Frage im Vordergrund, was sich aus der Vergangenheit als gültige Erkenntnis mitnehmen lässt und welche Erfahrungen wir heute komplett neu machen müssen.

Unser Weg im Lesekreis führt uns über die Proteste gegen die brutale Migrationspolitik der EU und die schwarz-blaue Regierung in Österreich um die Jahrtausendwende über die Entstehung der Grünen, die Rebellionen rund um 1968 sowie die Entstehung des Wohlfahrtsstaates hin zur sozialistischen Bewegung der zweiten Internationale. Hier werden wir uns damit beschäftigen, wie die einflussreichen TheoretikerInnen und PolitikerInnen Wladimir I. Lenin, Rosa Luxemburg und Karl Kautsky versuchten, die Situation in der sie gewirkt haben angemessen zu verstehen und daraus die richtigen Schlüsse für ihre Politik zu ziehen. Zum Schluss werden wir das Manifest der Kommunistischen Partei von Karl Marx und Friedrich Engels lesen. Mit dieser programmatischen Schrift, die für die historische kommunistische Bewegung einen wichtigen Bezugspunkt darstellte, wollen wir unseren Lesekreis abschließen.

Den ganzen Lesekreis findest du hier

Kontakt:
Bei Fragen melde dich einfach bei Theresa Schlag, Sarah Pansy per Facebook oder via Mail unter theresa.schlag@junge-gruene.at

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