Junge Grüne an Luschnik: Schluss mit Falschinformationen und Verschwörungstheorien

Junge Grüne wollen Vermittlergruppe um geordnete Scheidung zu ermöglichen
Freitag, 7. April 2017

Die Jungen Grünen appellieren an die Grüne Parteispitze, einer geordneten Scheidung zuzustimmen und endlich eine Vermittlergruppe zuzulassen, um den Ausschluss der Jungen Grünen vernünftig abzuwickeln. Denn momentan bastelt die Grüne Parteispitze um Robert Luschnik, Michel Reimon und Dieter Brosz anscheinend an einer Verschwörungstheorie und betreibt Dirty Campaigning gegen die eigenen Leute. Dass die Bundespartei hinter ihrer Partei- und Führungskrise eine von langer Hand geplante Verschwörung der Jugendorganisation sieht, ist rational nicht mehr nachvollziehbar. Entweder die Parteispitze ist laufend falsch informiert oder sie verbreitet bewusst Falschaussagen und Lügen über das Engagement der Jungen Grünen.

Ein neuer Höhepunkt sind Falschmeldungen zu Beratungsleistungen und den Finanzen des Jugendverbands. Entgegen der Behauptungen der Bundespartei wurden im letzten halben Jahr 2016 nicht 18.000 Euro für Medienberatung und -schulung ausgegeben, sondern 4.500 Euro. Einiges davon diente der Van der Bellen-Kampagne im Herbst. So wurden Workshops für flächendeckende Schulungen auf Bezirksebene erarbeitet und auch kleine Medienauftritte präzise vorbereitet. Ein Organisationsentwicklungsprozess mit insgesamt 120 Jungen Grünen, mit dem auf das enorme Wachstum der letzten Jahre reagiert und der Generationenwechsel begleitet werden sollte, wird von der Bundespartei zu einer ominösen Kaderschulung verdreht.

Die meisten BeraterInnen der Jungen Grünen sind ehemalige und amtierende Spitzenfunktionäre der Partei, deren Tagessätze eindeutig unter dem Branchenschnitt liegen. Für Rhetorik- und Mediencoaching haben die Jungen Grünen einen ehemaligen Trainer von Van der Bellen engagiert. Die budgetär größten Projekte der Bundesorganisation der Jungen Grünen sind die Neujahrskonferenz und das Sommercamp mit einem Volumen von je 40.000€ und mit mehreren hundert TeilnehmerInnen.

Aus dem Zusammenhang gerissene Zitate eines Kommentars in der “Blattlinie”, dem Debattenmagazin der Jungen Grünen, werden zu einer haarsträubenden Verschwörungstheorie aufgebauscht. Im Sinne der Transparenz haben die Jungen Grünen daher heute die gesamten “Blattlinie”-Artikel auf ihrer Website veröffentlicht.

Die Jungen Grünen fordern Bundesgeschäftsführer Luschnik auf, keine Falschmeldungen und Gerüchte mehr in Umlauf zu bringen. Die Jungen Grünen sind bereit, dem Schiedsgericht der Bundespartei oder einer anderen unabhängigen Instanz sämtliche Protokolle, Korrespondenzen, Aufzeichnungen zur Konflikt-Dokumentation, Terminpläne, Fahrtenbücher und Telefondaten offen zu legen. Auch wenn Verschwörungstheorien schwer zu widerlegen sind, bieten die Jungen Grünen im Sinne aller Außenstehenden volle Transparenz an.

„Wir bitten den Bundesparteivorstand einer geordneten Scheidung zuzustimmen und endlich eine Vermittlergruppe zulassen. Sonst wird der Schaden für die gesamte Grüne Bewegung nur noch größer“, so Daniel Haim, Leiter des Krisen- und Strategieteams der Jungen Grünen. Die Jungen Grünen wollen nach dem Ausschluss durch die Parteispitze mit Mut und Zuversicht nach neuen Perspektiven suchen, wie sie sich weiterhin politisch einbringen können. Sie wollen auch in Zukunft möglichst viele Menschen dafür zu begeistern, die Gesellschaft auf Basis der Grünen Grundwerte positiv zu verändern.

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