Mut . Zuversicht . Perspektiven – Statement der Bundessprecherin

Unsere Revolution wird eine sein, wo man tanzen kann!

Danke euch allen für eure Unterstützung, eure ganzen Nachrichten und Anrufe, und die enorme Welle der Solidarität in den letzten Tagen! Ich kann nur das Wenigste entgegennehmen oder gleich beantworten, aber es gibt sehr viel Kraft.

Ich hatte vorgestern Nacht das erste Gespräch mit Eva Glawischnig, das wir Junge Grüne in den sieben Jahren seit der Gründung unseres Verbands hatten. Dabei wurde klar, dass der Konflikt auf verschiedenen Ebenen leider zu verfahren ist, um noch zu einem Kompromiss zu finden.
Auch ich bin, wie viele andere, enttäuscht und traurig über den Ausschluss der Jungen Grünen durch die Parteispitze.

Ich finde es schade und sehr bedauernswert. Wir Junge Grüne haben seit 2010 extrem viel bewegt. Wir haben viel ausprobiert, sind recht professionell geworden und auf über 700-800 Aktivist*innen angewachsen. Wir sind europaweit einer der größten und stärksten Grünen Jugendorganisationen. Wir alle machen das ehrenamtlich und investieren unsere Zeit, unsere Kraft und unsere Motivation in diese politische Arbeit an der Basis.

Viele von euch sind jetzt zu Recht wütend und fühlen sich vielleicht ohnmächtig. Aber der Konflikt mit der Parteispitze ist vorbei, wir haben sicher daraus gelernt und hoffentlich lernt auch die Partei daraus, damit die Grünen besser werden. Denn es wird auch in Zukunft eine breite, starke Grüne Bewegung brauchen. Inhaltlich und bei den Grünen Grundwerten stehen wir uns sehr nahe, auch wenn sich der eine oder die andere im Parteiapparat vielleicht vor zu vielen organisierten jungen Menschen fürchtet.

Es gibt unglaublich viele tolle Menschen bei den Grünen. Wir haben in den letzten Jahren gemeinsam viel erreicht. Erinnern wir uns an die vielen Wahlkämpfe zu Bezirksvertretungs-, Gemeinderats- und Landtagswahlen, die erfolgreichen Kooperationen etwa bei Filmabenden und Vorträgen, die spannenden Diskussionen und unsere gemeinsamen Erfolge.

Ich bedanke mich für die jahrelange Zusammenarbeit und die spannenden Diskussionen mit den vielen Parteimitgliedern und Ehrenamtlichen bei den Grünen.

Es gibt keinen Grund, jetzt verbittert zu sein oder in Diskussionen mit anderen persönlich zu werden. Grün steht für Empathie und Respekt, und wir sollten das auch in schwierigen Situationen leben. Ich hoffe, auch wenn die Trennung von der Partei und manche Auseinandersetzungen nicht einfach sind, wir werden alle irgendwann in 10, 20 Jahren wieder Brücken zueinander bauen, wenn wir in der einen oder anderen Form miteinander reden und arbeiten werden, um den Rechtsruck zu stoppen.

Verschwenden wir jetzt keine Energie mit irgendwelchen sinnlosen Streitereien, sondern gehen wir mit Mut, Zuversicht und Optimismus in die Zukunft, um diese Gesellschaft zum Besseren zu verändern.

Ich wünsche der Partei alles Gute, und ich hoffe wirklich für unsere Gesellschaft, dass unsere politischen Analysen und Einschätzungen zur Bundespartei nicht stimmen. Wir werden auch in Zukunft einen breiten demokratischen Aufbruch brauchen, denn nur wenn wir viele Menschen einbinden und politisch beteiligen, können wir den Rechtsruck stoppen.

Gehen wir mit Mut und Zuversicht an die Sache, und begeistern wir so viele Menschen wie möglich, gemeinsam etwas zu bewegen, neue Perspektiven zu suchen und diese Gesellschaft zum Besseren zu verändern!

Eure Flora

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