Kampagnenstart: Schule darf nicht sitzen bleiben!

Das österreichische Bildungssystem ist kaputt. Aus welcher Familie du kommst hat massive Auswirkungen auf deine Schullaufbahn: Kinder mit reichen Eltern werden bessere Schulen besuchen und es eher auf die Uni schaffen, während Kindern aus ärmeren Familien viele Hürden in den Weg gelegt werden. Die Schule baut auf autoritärem Runtertreten auf: Wer oben ist, sorgt dafür, sich von denen da unten abzugrenzen.

Das derzeitige Schulsystem mit seinen Hierarchien spaltet uns und verschärft Ungerechtigkeiten, so dass Schüler*innen an sich zweifeln und frustrieren. Nur wer es sich leisten kann, kommt weiter. Doch die Reformversuche der Regierung packen die Probleme nicht an den Wurzeln, sondern sind nur heuchlerische Kosmetik für ein längst kaputtes System.  

Wir sagen: Schule darf nicht sitzen bleiben! Daher starten die Jungen Grünen österreichweit in ihre Kampagne “Schule darf nicht sitzen bleiben!” und gehen drei Wochen lang für eine soziale und gerechte Schule auf die Straße!

 

Bildung in Österreich wird vererbt

Unser Schulsystem schafft es nicht, einen Rahmen zu schaffen, der unterschiedliche Hintergründe von Kindern ausgleicht. Ist ein Elternteil Akademiker*in, liegt die Chance bei 80 Prozent, dass das Kind die AHS-Unterstufe abschließt. Die Chance liegt bei nur 10 Prozent, wenn Eltern nur den Pflichtschulabschluss absolviert haben. Gleiche Chancen sind somit eine Illusion.

Viele Kinder haben nicht einmal einen Schreibtisch zu Hause, geschweige denn Eltern, die mit ihnen lernen oder sich Nachhilfe leisten können. Es braucht eine vollwertige, sozial gerechte Schule, die alle Schüler*innen fördert, auch die ohne reiche Eltern. Wir wollen eine Schule, die Spaß macht, Kinder rundum versorgt und sie am Ende des Tages befreit nach Hause gehen lässt. Die Schule muss der Ort sein, wo gelernt und gefördert wird, nicht die eigenen vier Wände. Bildung darf nicht vom Elternhaus abhängig sein. Wir sagen: Hausaufgaben abschaffen!

 

Schule darf nicht sitzen bleiben!

Vieles geht besser und muss sich ändern. Wir müssen hin zu einer gerechten Schule, die Platz für alle hat. Ein faires Bildungssystem ist ein notwendiger Schritt hin zu einer weniger hierarchischen, demokratischeren Gesellschaft, an der alle gleichberechtigt teilnehmen können.

Es braucht eine faire Gesamtschule, in der alle Schüler*innen so gefördert werden, wie sie es brauchen, ohne Runtertreten und Diskriminierung. Wir setzen uns ein für eine vollwertige Schule, die modernen Standards entspricht. Denn jedes Kind hat eine vollwertige Schule verdient.

Es braucht ein Bildungssystem, das Aufstiegschancen für alle bietet und eine demokratische Schule, die auf die Bedürfnisse der Menschen eingeht. Denn um den gefährlichen Rechtsruck zu stoppen, braucht es den Kampf für ein selbstbestimmtes Leben auf allen Ebenen der Gesellschaft. Für eine solidarische und demokratische Gesellschaft, in der alle Menschen selbstbestimmt und gleichberechtigt leben können!

 

Wir setzen uns ein für…

  • Gleiche Ausbildung – gleicher Lohn

    • Gemeinsame Ausbildung und gleiche Abschlüsse für alle Pädagog*innen, vom Kindergarten bis zur Oberstufe. Gleiches Gehaltssystem für alle Lehrkräfte und Pädagog*innen.
  • Hausaufgaben abschaffen

    • Eine sozial gerechte Schule fördert alle Schüler*innen, auch die ohne reiche Eltern. Hausaufgaben abschaffen
  • Förderung von individuellen Talenten und Interessen

    • Massive Aufstockung der Mittel für das Schulsystem, sodass Lehrkräfte alle Schüler*innen bestmöglich unterstützen können.
  • Eine gemeinsame vollwertige Schule für alle

    • Für ein faires Gesamtschulmodell, in dem sich alle Schüler*innen frei, ohne Runtertreten und soziale Diskriminierung entfalten können. Abschaffung von Privatschulen..
  • Abschaffung von Titeln: Weg mit Herr und Frau Professor!

    • Titel in der Schule und in der Gesellschaft abschaffen.

Mach auch du mit und setze dich für ein solidarisches, demokratisches Bildungssystem ein! Schule darf nicht sitzen bleiben!

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