Pressbaum: Filmabend „42 Jahre Fristenlösung – und jetzt?‟

Fristenlösung, Frauen*wahlrecht, Frauen*quote – war’s das?

Anlässlich des diesjährigen Frauen*kampftages wollen wir am 11. März gemeinsam mit allen Interessierten über die Zukunft des Feminismus diskutieren. Ist, wie oft behauptet, schon alles erreicht, oder gilt es immer noch Ungerechtigkeit und Ungleichstellung zu bekämpfen? Was heißt Feminismus eigentlich im 21. Jahrhundert? Ist die gläserne Decke längst durchbrochen? Und was bedeuten aktuelle Forderungen wie das Verschleierungsverbot für die Selbstbestimmung der Frauen*?

Um Antworten auf diese Fragen zu finden, wollen wir mit euch im Pressbaumer Café Corso erst gemeinsam den Film „Der lange Arm der Kaiserin“ ansehen, eine Doku über Schwangerschaftsabbruch, um dann im Anschluss über Zukunftsperspektiven des Feminismus zu diskutieren. Hier freuen wir uns, dass wir mit Lena Coufal eine Kämpferin für Frauen*rechte für die Diskussion gewinnen konnten, die uns zu Beginn einen kurzen Input geben wird.

Interessiert? Dann komm vorbei und nimm deine FreundInnen mit – wir freuen uns auf dich!

Bei Fragen kannst du dich jederzeit unter purkersdorf@junge-gruene.at bei uns melden.

[Das Sternchen (*) weist auf die Konstruiertheit von Kategorien hin.]
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Infos zum Film – “Der lange Arm der Kaiserin“
Die Geschichte des Schwangerschaftsabbruchs in Österreich. Ein Dokumentarfilm von Susanne Riegler (2012)

Aufklärung ist ein Tabu. Verhütung ist ein Tabu. Schwangerschaftsabbruch ist ein Tabu. Worüber wird dann überhaupt noch geredet?

Obwohl der Abbruch einer ungewollten Schwangerschaft seit 1975 in Österreich unter gewissen Bedingungen straffrei ist, wird auch dieses Thema tabuisiert. Frauen die sich für eine Abtreibung entscheiden, geraten nach wie vor unter moralischen und sozialen Druck. Sie müssen – da es immer weniger Spitäler gibt, die einen Abbruch vornehmen – oft lange Anreisen auf sich nehmen und nicht wenig dafür bezahlen, während in den meisten europäischen Ländern die Kosten vollständig oder großteils von den Krankenkassen übernommen werden.

Der Film fragt: Warum ist das so? Ist es der lange Arm der Kaiserin, der noch immer nach uns greift?

Protagonistinnen, Zeitzeuginnen, wie Freda Meissner-Blau, Alfred Rockenschaub, die Rechtshistorikerin Ilse Reiter, sowie Elisabeth Haidler, die 1959 einen illegalen Abbruch daheim am Küchentisch hatte, und der Gynäkologe Christian Fiala kommen zu Wort, Zitate, Dokumente beleuchten das Thema.

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