Junge Grüne OÖ/Steyr: Endlich selbstbestimmte Sexualität!

Die intergeschlechtliche Person Alex Jürgen wollte ihre Geschlechtsbezeichnung auf intersexuell ändern. Magistratsbeamt*innen der Stadt Steyr haben dies auf Rechtsauskunft beim Land Oberösterreich verwehrt. Politisch verantwortlich für diese Rechtsinterpretation ist letztlich Pühringer als Landeshauptmann. Die Jungen Grünen fordern mit einer Fotoaktion die längst überfällige Gleichstellung von andersgeschlechtlichen Personen.

Das Lambda Rechtskollektiv hat hier eine anderslautende Rechtseinschätzung eingeholt, nach der Pühringer auch anders entscheiden hätte können.

„Schwarz-Blau greift mit dieser Rechtsinterpretation in unsere Sexualität und Selbstbestimmung ein und zeigt wieder einmal wie ewiggestrig die dort praktizierte Politik ist. Wir wollen frei leben und uns nicht konservative Interpretationen und Auffassungen von Politiker*innen aufzwingen lassen“, so Konstantin Papirnik, Sprecher von den Jungen Grünen Oberösterreich.

Junge Grüne OÖ/Steyr: Endlich selbstbestimmte Sexualität! Pühringer greift in unsere Selbstbestimmung ein

Junge Grüne fordern: Andersgeschlechtliche Menschen gleich behandeln! Bild: Niklas Auinger/ Junge Grüne

Das Standesamt in Steyr wollte in den Geburtsdokumenten von Alex Jürgen die Geschlechtsbezeichnung nicht auf intergeschlechtlich ändern. Rein rechtlich ist diese Änderung möglich. Gemeinsam mit Hebert Graupner vom Lambda Rechtskomitee wird versucht, dieses Recht jetzt einzuklagen. Auch der Menschenrechtskommissar der EU fordert dazu auf, die geschlechtliche Selbstbestimmung intergeschlechtlicher Menschen endlich rechtlich zu respektieren.

Leonie Zelenka, Sprecherin der Jungen Grünen Steyr dazu: „Wer wir sind, als was wir uns definieren und wen wir lieben ist einzig und alleine unsere Entscheidung und darf nicht vom Staat bestimmt werden. Dadurch wird uns unsere Selbstbestimmung geraubt.“

Biologisch gibt es weit mehr als nur Mann und Frau. Wer nicht einem der beiden Geschlechter entspricht wird, durch die beliebige Festlegung auf männlich oder weiblich in den Dokumenten und im Alltag, bloßgestellt.

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