Kein Platz für Homophobie an der Uni

Die Jungen Grünen Wien kritisieren mit einer Kuss-Aktion die überzogene Reaktion auf sich küssende Frauen an der Uni Wien.

Am Mittwoch, den 15. Juni, wurden zwei Frauen, die sich im Eingangsbereich der Universität Wien küssten, von einer Security-Mitarbeiterin angewiesen, dies zu unterlassen. Die Jungen Grünen kritisieren diese Reaktion heftigst: “Wir fordern ein Ende der Diskriminierung von schwulen, lesbischen, und bisexuellen Menschen. Wir müssen uns gerade in Zeiten wie diesen gegen Hass und Homophobie aussprechen und so ein Klima der Akzeptanz schaffen“, so Flora Petrik, Sprecherin der Jungen Grünen Wien.

Die beiden Frauen hätten laut eigenen Aussagen hauptsächlich miteinander geplaudert und sich immer wieder geküsst. “Diese weit überzogene Reaktion des Personals der Uni Wien zeigt, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung ist leider noch lange nicht Geschichte”, so Petrik.

Dass sich küssende Frauen in Wien nicht überall gern gesehen sind, sei nichts Neues, so Petrik weiter. Der Fall erinnere an den Zwischenfall im Café Prückel im Jänner 2015, wo ein lesbisches Pärchen des Lokals verwiesen wurde, weil der Betreiberin ihre „Zurschaustellung von Andersartigkeit“ nicht gefiel. 

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Mit einer Kuss-Aktion am Mittwoch vor dem Universitätsgebäude setzten die Jungen Grünen Wien ein Zeichen für Gleichberechtigung. Die Jungen Grünen setzen sich für die rechtliche Gleichstellung schwuler, lesbischer und bisexueller Menschen sowie Transgender-Personen ein. „Wir alle wollen ohne Angst leben können und lieben können, wen wir wollen”, fordert Petrik.

“Gerade nach den tragischen Vorfällen in Orlando müssen wir uns gemeinsam gegen Feindlichkeit gegenüber Schwulen, Lesben und bisexuellen Personen stellen. Homophobie hat keinen Platz in unserer Gesellschaft, nicht auf der Uni, nirgendwo!”, so Petrik abschließend.

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