Das grüne Pensionsmodell ist solidarisch, umverteilend, gerecht.

Niemand darf unter Altersarmut leiden, weil sie/er im erwerbsfähigen Alter aufgrund ihres/seines Geschlechts, Arbeitslosigkeit oder Krankheit benachteiligt wurde.

Wie soll das gehen? Das grüne Pensionsmodell?

Alle Menschen erhalten bei Erreichung ihres 65. Lebensjahres eine Grundpension. Diese Grundpension ist existenzsichernd und beträgt derzeit circa 800 € pro Monat.  Dazu kommen noch Beiträge aus den eingezahlten Versicherungsbeiträgen. Es gibt jedoch eine Obergrenze für die Pensionshöhe von derzeit 2880 €.

Was läuft jetzt falsch?

Pensionen werden zur Zeit durch sehr unterschiedliche Systeme geleistet und weisen viele Unterschiede auf. Das ist ungerecht und führt zu Benachteiligungen grosser Gruppen.

Frauen haben aufgrund ihrer häufiger unterbrochenen Erwerbskarrieren geringere Pensionen. Ebenso müssen Menschen die öfter von Arbeitslosigkeit betroffen sind damit rechnen, dass das Einfluss auf ihre Pensionshöhe haben wird. Aber auch die unterschiedliche Besteuerung von Einkommen spielt hier eine große Rolle. So werden hohe Einkommen geringer besteuert als das gerecht gegenüber kleineren ist.

Die typische Frage lautet: und wie soll das bezahlt werden?

ASVG-PensionistInnen bekommen einen weitaus geringeren Teil ihrer Pension aus Steuermitteln, während die Pensionen von Selbständigen und BeamtInnen sehr wohl zu einem hohen Prozentsatz aus Steuergeldern finanziert werden.

Wenn Steuergelder gerecht verteilt werden würden, geht es sich für alle aus.

Um aber zu Steuergeldern zu kommen, braucht es in Zukunft nicht nur die Besteuerung von erwerbstätigen Menschen. Denn Gewinne werden durch erhöhte Produktivität gemacht und sie hängt nicht nur von der menschlichen Arbeitskraft ab. Erträge und Gewinne zum Beispiel aus Technologien können sehr wohl zu den Steuermitteln beitragen.

Was es in Zukunft braucht, um Menschen vor der Altersarmut zu bewahren:

Auch wenn die zukünftigen Generationen älter werden, wird das dafür erforderliche BIP Wachstum von etwa 1%  Prozent pro Jahr ausreichen für das grüne Pensionsmodell. In den letzten Jahrzehnten ist das BIP um durchschnittlich 2,5 % im Jahr angestiegen. Mit neuen grünen Jobs und einem Umdenken im Wirtschaftssystem kann auch das BIP ausreichend wachsen,

Wenn die Pensionssysteme harmonisiert werden bleibt dann für alle Menschen genug für eine grüne Grundpension.  Wenn alle Ungerechtigkeiten beseitigt werden, bleibt genug für eine grüne Grundpension. Wenn Menschen nicht mehr dazu verführt werden, ihre Altersversorgung in kapitalgedeckten Modellen anzulegen, werden sie am Ende des Tages nicht vor halbleeren Kassen stehen. Wenn Frauen nicht mehr weniger verdienen als Männer, wenn junge Menschen nicht in prekäre Arbeitsverhältnisse gedrängt  werden, hätte Armut weniger Chancen.

Das grüne Pensionsmodell wurde in den letzten Jahren immer wieder von ExpertInnen berechnet und für durchführbar erklärt.

Was braucht die Zukunft der Pensionen?

Politischen Mut statt ein Reförmchen  nach dem anderen. Einen Staat, der sich seiner sozialen Verantwortung bewusst ist und nicht kaputtgespart wird. Und: das grüne Pensionsmodell, denn es ist solidarisch, umverteilend und gerecht.

Birgit Meinhard-Schiebel ist Vorsitzende der Gplus Grüne SeniorInnen Wien, stv. Obfrau Gplus Grüne SeniorInnen Österreich, SeniorInnensprecherin der Wiener Grünen und Bezirksrätin der Grünen Alsergrund, außerdem Chairwoman der ENGS

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