Uni Wien: Rektor Engl hat Angst vor kritischem Denken!

Kritik an Abschaffung der „Internationalen Entwicklung“ und Solidarität mit den Studierenden

„Die Universität Wien schafft den Bachelor-Studiengang ,Internationale Entwicklung‘ ab. Was sie damit anstrebt, ist klar: Kritische Studiengänge werden abgedreht und internationale Rankings sind wichtiger, als ein im deutschsprachigen Raum einzigartiger Bachelor“, kritisiert Tobias Schweiger, Sprecher der Jungen Grünen. „Das Argument des Rektorats mit der Nicht-Finanzierbarkeit ist schlichtweg nicht haltbar. Wenn Töchterle und Engl sparen wollen, dann sollen sie lieber bei ihren fragwürdigen Aussagen zur Uni-Politik anfangen.“ Die Jungen Grünen solidarisieren sich mit den Studierenden, Lehrenden und MitarbeiterInnen des Studienganges „Internationale Entwicklung“.

Hintergrund ist die Entscheidung der Universität Wien, den Bachelor „Internationale Entwicklung“ ab Herbst zu streichen. Studierende und Lehrende hatten in der Vergangenheit bereits mehrfach durch Proteste ihren Unmut geäußert. Diese Woche findet eine von Studierenden organisierte Protestwoche statt. Schweiger zeigt sich entsetzt, dass über 700 StudienanfängerInnen im letzten Wintersemester nicht Zeichen genug für den Erhalt des Studienganges für die Universität sind: „Die Universität Wien sollte froh sein über diesen einzigartigen Studiengang. Gerade heute sind Fragen nach globaler Gerechtigkeit wichtiger denn je.“

„Die Universität dreht den Bachelor der Internationalen Entwicklung ab. Die Universität weigert sich, den Studiengang und das Institut voll zu finanzieren. Die Universität bietet den Studierenden keinen regulären Master an. Die Studierenden fühlen sich verarscht!“, erklärt Schweiger und fordert abschließend: „Rektor Engl und Wissenschaftsminister Töchterle müssen endlich mehr Geld und Wille für eine bessere Universitätspolitik aufbringen!“

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